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The Royal Hotel

The Royal Hotel“ zeigt die Erlebnisse zweier Freundinnen, die in Australien unterwegs sind. Hanna und Liv fehlt das Geld, also nehmen sie einen Job in einer abgelegenen Bar an. Der Pub liegt mitten im Nirgendwo und zieht hauptsächlich Bergarbeiter an. Die Stimmung ist rau, und die Gäste benehmen sich oft respektlos. Während Hanna sich unwohl fühlt, passt sich Liv schnell an. Sie feiert mit den Stammgästen, während Hanna immer mehr Distanz sucht. Besonders Dolly sorgt mit seinem Verhalten für Unbehagen. Eine tote Schlange vor ihrer Tür verstärkt Hannas Misstrauen. Liv hingegen tut alles als harmlosen Spaß ab.

The Royal Hotel
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Julia Garner, Jessica Henwick, Herbert Nordrum (Schauspieler)
  • Kitty Green(Regisseur) - Kitty Green(Autor) - Billy Bowring(Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung:Freigegeben ab 16 Jahren

Je länger sie bleiben, desto bedrohlicher wirkt die Umgebung. Billy, der Barbesitzer, interessiert sich mehr für seinen Alkohol als für die Sicherheit seiner Angestellten. Als Dolly und Matty übergriffig werden, spitzt sich die Lage zu. Hanna möchte weg, doch Billy verweigert ihnen den Lohn. Liv erkennt zu spät, dass sie sich in Gefahr befindet. Wie weit werden die Männer gehen, und gibt es noch einen Ausweg aus der Situation?

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Kitty Green führte bei „The Royal Hotel“ Regie und schrieb gemeinsam mit Oscar Redding das Drehbuch. Die Hauptrollen übernahmen Julia Garner als Hanna und Jessica Henwick als Liv. Hugo Weaving spielte Billy, während James Frecheville als Teeth auftrat. Toby Wallace übernahm die Rolle des Matty und Herbert Nordrum verkörperte Torsten. Die Produktion lag in den Händen von Iain Canning, Kath Shelper, Emile Sherman und Liz Watts. Jed Palmer komponierte die Filmmusik, während Michael Latham für die Kameraarbeit verantwortlich war. Kasra Rassoulzadegan schnitt den 91-minütigen Thriller. Der Film erhielt eine FSK-16-Freigabe und feierte seine Weltpremiere im September 2023 beim Telluride Film Festival. In den USA lief er im Oktober 2023 an, bevor er im Januar 2024 in die deutschen Kinos kam.

Die Dreharbeiten starteten zwischen Juni oder Juli und endeten im September 2022. Yatina, eine Ortschaft 222 Kilometer nördlich von Adelaide, diente als Drehort. Dort wurde ein Hotel zur Kulisse für das titelgebende „Royal Hotel“. Der Film erhielt mehrere Nominierungen, darunter für den Australian Academy of Cinema and Television Arts Award 2024 als Bester Film, Beste Regie und Bestes Drehbuch. Julia Garner wurde für ihre Hauptrolle nominiert. Ursula Yovich erhielt eine Nominierung als Beste Nebendarstellerin. Zudem lief der Film im offiziellen Wettbewerb des London Film Festival 2023 und wurde beim San Sebastian International Film Festival 2023 mit dem RTVE-Another Look Award ausgezeichnet.

Handlung und Story vom Film „The Royal Hotel“

Hanna und Liv reisen als Rucksacktouristinnen durch Australien. Nach einer durchzechten Zeit in Sydney fehlt ihnen das Geld. Eine Agentur vermittelt ihnen Jobs als Barkeeperinnen im abgelegenen Royal Hotel, einem Pub in einer Bergbaustadt. Dort treffen sie auf den Besitzer Billy und seine Frau Carol. Die erste Schicht konfrontiert sie mit lauten Gästen und respektlosem Verhalten. Während Hanna die anzüglichen Witze und den rauen Umgangston stören, nimmt Liv die Atmosphäre gelassener. Sie freundet sich mit den Stammgästen an, während Hanna zunehmend Unbehagen verspürt. Die beiden lernen Matty kennen, der besonderes Interesse an Hanna zeigt.

Nach einer Einladung zum Schwimmen verbringt Hanna Zeit mit Matty, distanziert sich aber, als er sich ihr aufdrängt. Der Pub-Alltag wird zunehmend unangenehmer, besonders durch den aufdringlichen Dolly. Während Liv sich immer stärker in die Gruppe der Bergarbeiter einfügt, bleibt Hanna misstrauisch. Ein Schockmoment entsteht, als Dolly eine tote Schlange in Alkohol konserviert und mit Hannas Namen versieht. Hanna fordert Liv auf, den Ort zu verlassen. Doch Billy weigert sich, den Lohn auszuzahlen. Erst als Carol eingreift, erhalten sie einen Teil des Geldes und sollen zwei Tage später abreisen.

Eskalation in der letzten Nacht

Zum Abschied organisiert Hanna eine Feier für Liv. Doch als Liv mit Dolly verschwindet, folgt Hanna ihr und zersticht seinen Autoreifen, um ihre Freundin zu retten. Zurück im Pub kommt es zum Streit zwischen den beiden. Am nächsten Morgen tauchen Matty und Dolly erneut auf. Hanna flieht, doch die Männer dringen gewaltsam in ihre Unterkunft ein. Liv entscheidet sich schließlich gegen Dolly und kehrt zu Hanna zurück. Während Matty flieht, greift Teeth Dolly an. Er glaubt nun, dass Liv ihm gehört, doch sie weist ihn entschieden zurück.

Hanna und Liv fassen einen Entschluss. In ihrer Wut zerstören sie Flaschen und überschütten den Pub mit Alkohol. Als Teeth erneut auftaucht, wird er von Liv abgewiesen. Hanna setzt das Gebäude in Brand. Während die Flammen das Royal Hotel verschlingen, verlassen die beiden wortlos den Ort.

Fazit und Kritiken zum Film „The Royal Hotel“

Kitty Greens „The Royal Hotel“ fesselt mit intensiver Atmosphäre und herausragenden schauspielerischen Leistungen. Julia Garner und Jessica Henwick verkörpern zwei Rucksacktouristinnen, die in einer abgelegenen australischen Bar arbeiten. Ihre Darstellungen vermitteln eindrucksvoll die wachsende Spannung und das Unbehagen in einer von Männern dominierten Umgebung. Hugo Weaving glänzt als ambivalenter Barbesitzer Billy, dessen Charme und Bedrohlichkeit gleichermaßen spürbar sind. Die Regie von Green baut geschickt eine unterschwellige Bedrohung auf, die den Zuschauer in ständiger Anspannung hält. Die klaustrophobische Inszenierung und die gezielte Nutzung von Geräuschen verstärken das Gefühl der Isolation und Gefahr. Die Dynamik zwischen den Charakteren entwickelt sich authentisch und führt zu einem packenden Finale.

Trotz der gelungenen Spannungskurve wirkt das Ende abrupt und lässt einige Handlungsstränge unaufgelöst. Einige Kritiker bemängeln die fehlende Tiefe in der Charakterentwicklung von Liv, was ihre Entscheidungen weniger nachvollziehbar erscheinen lässt. Dennoch überzeugt der Film durch seine realistische Darstellung von Machtstrukturen und den subtilen Horror alltäglicher Bedrohungen. „The Royal Hotel“ bietet einen eindringlichen Blick auf die Herausforderungen, denen Frauen in feindseligen Umgebungen begegnen.