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Der wilde Roboter

Der wilde Roboter“ begleitet Roz, eine Robotereinheit, die nach einem Sturm auf einer abgelegenen Insel strandet. Nur sie übersteht den Absturz, aktiviert von neugierigen Tieren, die ihr jedoch mit Misstrauen begegnen. Roz kämpft darum, sich anzupassen, verletzt sich und stößt die Tiere unbeabsichtigt ab. Erst als sie ein verwaistes Gänseküken rettet, entwickelt sich eine unerwartete Beziehung. Roz übernimmt Verantwortung für das Küken, das sie Brightbill nennt, und versucht, ihm das Überleben in der Wildnis beizubringen.

Der wilde Roboter
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Lupita Nyong'o, Pedro Pascal, Kit Connor (Schauspieler)
  • Chris Sanders(Regisseur) - Chris Sanders(Autor) - Jeff Hermann(Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung:Freigegeben ab 6 Jahren

Während Roz und Brightbill zusammenwachsen, stellt sich eine wichtige Frage: Können Maschinen echte Gefühle entwickeln? Trotz vieler Rückschläge baut Roz eine Verbindung zur Tierwelt auf. Doch als Bedrohungen von außen die Insel gefährden, stehen schwierige Entscheidungen an. Wird Roz es schaffen, Brightbill zu beschützen und gleichzeitig ihren eigenen Platz in der Welt zu finden?

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Der wilde Roboter“ (Originaltitel: „The Wild Robot“) ist ein Animationsfilm von Chris Sanders aus dem Jahr 2024. Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen Roman von Peter Brown. Chris Sanders übernahm sowohl die Regie als auch das Drehbuch, während Jeff Hermann die Produktion leitete. Die musikalische Untermalung stammt von Kris Bowers, den Schnitt verantwortete Mary Blee. In der Originalfassung spricht Lupita Nyong’o den Roboter Rozzum 7134 „Roz“, in der deutschen Synchronisation übernimmt Judith Rakers diese Rolle. Pedro Pascal spricht Fink (deutsche Stimme: Axel Malzacher), Catherine O’Hara Pinktail (Madeleine Stolze) und Kit Connor Brightbill (Sebastian Fitzner). Bill Nighy verleiht Longneck seine Stimme (Joachim Tennstedt in der deutschen Fassung), Stephanie Hsu spricht Vontra (Alice Bauer) und Matt Berry Paddler (Hanns-Jörg Krumpholz).

Die Premiere des Films fand am 8. September 2024 beim Toronto International Film Festival statt. Weitere Vorführungen folgten beim Festival des amerikanischen Films in Deauville, beim San Sebastian International Film Festival sowie bei der Filmkunstmesse Leipzig. In die US-Kinos kam der Film am 27. September 2024, in Deutschland, Österreich und der Schweiz startete er Anfang Oktober. *Der wilde Roboter* erhielt 2024 den Greenpeace Award (San Sebastian) und Lupita Nyong’o wurde beim Savannah Film Festival mit dem Virtuoso Award ausgezeichnet. DreamWorks kündigte im Oktober 2024 eine Fortsetzung an. Bis zum 17. Februar 2025 spielte Der wilde Roboter in den USA und Kanada 143,9 Millionen US-Dollar sowie weltweit 330,6 Millionen US-Dollar ein.

Handlung und Story vom Film „Der wilde Roboter“

ROZZUM Unit 7134, genannt „Roz“, strandet nach einem Sturm auf einer unbewohnten Insel. Von sechs Robotern überlebt nur sie den Absturz. Die lokale Tierwelt aktiviert Roz versehentlich, was zu Missverständnissen führt. Ihre Versuche, den Tieren zu helfen, scheitern zunächst. Roz verletzt sich und verängstigt die Tiere. Nach Tagen des Lernens der Tiersprache erkennt sie, dass niemand ihre Unterstützung benötigt. Sie plant, ihren Hersteller zu kontaktieren. Doch ein Blitzschlag zerstört ihren Transponder. Während sie vor Waschbären und einem Bären namens Thorn flieht, zertritt Roz ein Gänsenest und tötet dabei die Muttergans.

Nur ein Ei überlebt. Roz verteidigt das Ei gegen den hungrigen Fuchs Fink. Nach dem Schlüpfen prägt sich das Küken, das Roz später „Brightbill“ nennt, auf sie. Pinktail, eine Opossum-Mutter, erklärt Roz, wie sie Brightbill aufziehen muss. Fink erkennt Vorteile in der Zusammenarbeit mit Roz und hilft beim Bau eines Unterschlupfs. Während Brightbill wächst, lernt er schwimmen. Doch andere Gänse verspotten ihn wegen seiner Größe und der Verbindung zu Roz. Nach einem Streit verlässt Brightbill sie enttäuscht. Roz baut daraufhin einen weiteren Roboter, „Rummage“, um ihre Bestimmung besser zu verstehen.

Wiedervereinigung und neue Herausforderungen

Roz erkennt, dass sie ihren Code verändert hat, um Brightbill besser zu unterstützen. Rummage bezeichnet sie als defekt und fordert eine Rückkehr zum Hersteller. Doch Roz gibt nicht auf. Mit Hilfe des Falken Thunderbolt lernt Brightbill rechtzeitig vor der Migration das Fliegen. Nach seiner Abreise aktiviert Roz ihren Transponder, schaltet ihn jedoch wieder ab, um der Entdeckung zu entgehen. Während eines Sturms attackieren aggressive RECO-Roboter die Gänse in einem Treibhaus. Longneck, der Anführer der Gänse, opfert sich. Brightbill übernimmt mutig die Führung der Herde. Roz und Fink retten weitere Tiere vor einem heftigen Schneesturm und initiieren einen Waffenstillstand zwischen Raub- und Beutetieren.

Nach dem Winter kehren die Gänse zurück und feiern Brightbill als Helden. Doch ein Schiff von Universal Dynamics erreicht die Insel. Der Roboter Vontra will Roz zurückholen und ihre Erinnerungen sichern. Roz flieht mit Fink, während die Inseltiere sie gegen Vontras RECO-Armee verteidigen. Trotz des Widerstands wird Roz gefangen. Ein von Vontra verursachtes Feuer bedroht die Insel. Brightbill führt die Vögel in einem Angriff an, während die anderen Tiere das Feuer löschen. Roz verliert zwischenzeitlich ihr Gedächtnis, wird aber durch ihre Liebe zu Brightbill reaktiviert. Gemeinsam besiegen sie Vontra, bevor das Schiff explodiert.

Fazit und Kritiken zum Film „Der wilde Roboter“

„Der wilde Roboter“ von Chris Sanders präsentiert eine faszinierende Mischung aus Abenteuer und emotionaler Tiefe. Die Geschichte folgt Roz, einer Robotereinheit, die nach einem Sturm auf einer abgelegenen Insel strandet. Anfangs begegnen die Tiere ihr mit Misstrauen, doch als Roz ein verwaistes Gänseküken namens Brightbill adoptiert, entwickelt sich eine berührende Beziehung. Die Animation besticht durch lebendige Farben und detailreiche Darstellungen, die die Schönheit der Natur eindrucksvoll einfangen. Humorvolle Elemente und tiefgründige Botschaften über Freundschaft und Familie machen den Film zu einem besonderen Erlebnis.

Die musikalische Untermalung von Kris Bowers ergänzt die emotionale Tiefe der Geschichte perfekt. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und wachsen dem Publikum schnell ans Herz. Besonders die Beziehung zwischen Roz und Brightbill steht im Mittelpunkt und zeigt, wie unterschiedlichste Wesen zu einer Familie zusammenwachsen können. Der Film spricht sowohl Kinder als auch Erwachsene an und bringt zum Reflektieren über Themen wie Empathie und Zusammenhalt an. Mit „Der wilde Roboter“ ist Sanders ein berührendes Werk gelungen, das durch seine visuelle Pracht und erzählerische Stärke überzeugt.